Trennungen - Schmerzhafte Veränderungen

Eine Trennung ist eine oft von Schmerzen begleitete Veränderung im eigenen Leben - insbesondere dann, wenn man sie nicht selbst initiiert hat.

Je nachdem,

  • wie Du persönlich gestrickt bist
  • wie erwartbar die Trennung für für Dich war
  • welche Funktion Deine Beziehung für Dich hatte
  • wie lang die Beziehung andauerte
  • was Beziehung bzw. Trennung für Dein Selbstbild und Deine Existenz bedeuten

verläuft die Verarbeitung dieser Veränderung ganz unterschiedlich. Es gibt wirklich keinerlei Rezept im Umgang mit Trennungen - das, was Deinem besten Freund half, muss für Dich noch lange nicht passen. Aber es hilft immer und tatsächlich in jedem Fall, sich ein paar Fragen zu stellen, um seinen eigenen Weg damit zu finden. Nachfolgend findest Du als Impulse einige davon - gespickt mit ein wenig Hintergrundwissen zum Umgang mit Veränderungen. 

 

Wichtig dabei ist, dass Du die Veränderung in Deinem ganz eigenen Tempo und auf Deine individuelle Art durchlebst. Manche brechen drei Tage weinend zusammen, danach geht es dann wieder steil bergauf, andere funktionieren erstmal eine Weile weiter, bis die Gefühle sich melden, wieder andere suchen Ablenkung, noch andere trauern jeden Tag ein bisschen.. Es ist Deine ganz persönliche Bewältigungs- und Überlebensstrategie.

Nimm Deine Bedürfnisse wahr, sorg gut für Dich und wenn Du spürst, dass es Dich gänzlich umhaut, Dir den Boden unter den Füßen wegzieht, Du keine Selbstführung mehr hast, hol Dir Hilfe. Oft ist es schon ein erstes Gespräch, das hilft wieder Orientierung und Sicherheit zu fühlen - sei es über ehrenamtilche Hotlines, bei einem Coach oder Therapeuten.

 

Eine Trennung wirft darüberhinaus alte/vertraute Muster auf den Plan, die sowohl Stolperstein als auch helfende Hand sein können. Nimm Dir Zettel und Stift und ungestörte Zeit und komm ihnen auf die Spur:

  • Welche Bedürfnisse melden sich gerade, welches ggf. am lautesten? Wonach ist Dir, was brauchst Du in Deiner aktuellen Veränderungsphase?
  • Wie bist Du in der Vergangenheit mit Trennungen umgegangen?
  • Wie war das damals: Was hat Dir geholfen? Was hat sich als eher hinderlich für den Trennungsprozess/Neuanfang herausgestellt?
  • Was möchtest Du (sobald Du wieder Herr/in Deiner Ressourcen bist) anders machen?
  • Was möchtest Du in einem Jahr rückblickend über Deinen Umgang mit der Trennung sagen? Wofür möchtest Du eingestanden sein?
  • Wenn dieselbe Situation Deinem besten Freund/Deiner besten Freundin passiert wäre: Was würdest Du ihm/ihr raten? Worauf kommt es jetzt an, was ist jetzt wichtig?
  • In Veränderungen braucht es Übergangslösungen. Welche, wer oder was könnte Dir jetzt helfen? 
  • Was würde Dir ein liebevoller, wohlwollender Berater sagen, wozu würde er Dir raten?

Zum Abschluss findest Du drei aus meiner Erfahrung als Coach hilfreiche Glaubenssätze für sehr emotionale Veränderungen:

  • Du darfst jetzt einfach nur fühlen, das ist jetzt Deine Aufgabe: liebevoll für Dich da zu sein.
  • Du musst jetzt nicht funktionieren. Deine Seele meldet sich, wenn sie dazu wieder in der Lage ist oder eine Pause vom Fühlen braucht.
  • Lass die Traurigkeit zu. Sie ist so wichtig für Deine Seele und hilft Dir beim Loslassen und ist die Voraussetzung dafür, dass zum für Dich richtigen Zeitpunkt wieder Neues kommen kann. Sie hat also eine Funktion, lass sie zu.